ITAM und ITSM sind zwei der am weitesten verbreiteten Begriffe in der ITOps-Domäne. Die Anwendungsfälle und Arbeitsweisen sind jedoch völlig unterschiedlich.  

Dies sind zwei Möglichkeiten, den IT-Betrieb eines Unternehmens zu verwalten, wobei der Schwerpunkt auf zwei verschiedenen Aspekten liegt: Der eine konzentriert sich auf die Verwaltung aller Hardware- und Software-Assets, und der andere konzentriert sich auf die effizienteste Bereitstellung von IT-Services.  

Bei der Implementierung dieser beiden Methoden müssen IT-Manager den Unterschied zwischen den beiden kennen, um ihre gegenseitigen Abhängigkeiten zu nutzen und die bestmögliche Endbenutzererfahrung zu bieten.  

Was ist ITAM?

IT Asset Management (ITAM) ist der Prozess zum Verwalten und Verstehen der IT-Assets einer Organisation. Es hilft Unternehmen, IT-Investitionen, Bereitstellung, Nutzung und Rentabilität zu verbessern.  

Der Anwendungsbereich von ITAM umfasst alle Hardware, Software, Rechenzentrumsinfrastruktur (wie Strom und Kühlung), Netzwerke (sowohl kabelgebunden als auch drahtlos), Sicherheitsgeräte (wie Firewalls), mobile Geräte (einschließlich Smartphones), Server, Speichergeräte, Computer , Peripheriegeräte wie Drucker und Kopierer, Netzwerkverkabelungsgeräte wie Patchfelder und Switches.  

Ziel des IT-Asset-Managements ist es, die IT-Assets zu warten, indem sichergestellt wird, dass sie nicht über- oder unterbeansprucht werden. ITAM lässt sich weiter in zwei Kernfunktionen unterteilen: Hardware Asset Management und Software Asset Management.  

Hardware Asset Management  

Wenn Unternehmen wachsen und expandieren, nimmt die Anzahl der IT-Assets in der Organisation zu. Die Verwaltung und Optimierung vieler Assets und ihres Lebenszyklus kann eine Herausforderung darstellen.  

Hardware Asset Management ist eine Teilmenge von ITAM, die darauf abzielt, eine Bestandsaufnahme aller physischen IT-Assets zusammen mit ihren Konfigurationsdetails zu erstellen, die zur Verwaltung des Asset-Lebenszyklus verwendet wird.  

Hardware Asset Management hilft Unternehmen, eine Bestandsaufnahme aller Konfigurationsdaten zu erstellen, die bei der Diagnose eines Problems verwendet werden. Darüber hinaus hilft es bei der Verwaltung sensibler Daten und bei Recyclingproblemen bei der Entsorgung von Vermögenswerten.  

Software Asset Management  

Software Asset Management konzentriert sich in erster Linie auf die Maximierung der Investitionsrendite der Software-Assets. Die Unternehmen können die Softwarelizenzen mit Lizenz-Compliance an Bord sinnvoll nutzen. Die Lizenz-Compliance stellt sicher, dass das Unternehmen für jede Software, die es besitzt, über eine ordnungsgemäße offizielle Lizenz verfügt und schließt Rechtsstreitigkeiten aus.  

Software Asset Management informiert Teams über das Ablaufdatum von Software und hilft ihnen, Entscheidungen über Anforderungen und Nutzung zu treffen. Es ermöglicht interne Audits, um Richtlinienverstöße, potenzielle Workflow-Probleme und Sicherheitsverletzungen zu identifizieren.  

Was ist ITSM?

IT-Service-Management ist der Prozess der Planung, Implementierung, des Betriebs und der Optimierung von IT-Services innerhalb einer Organisation, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.  

Das Hauptziel des IT Service Managements ist die Bereitstellung einer stabilen und sicheren IT-Umgebung für Mitarbeiter und Unternehmensdaten. Dies wird durch einige Initiativen erreicht, darunter:  

  • Verbessern Sie die Verfügbarkeit von Diensten.  
  • Verbessern Sie die Leistung von Diensten.  
  • Behalten Sie im Auge, wie viel es kostet, diese Dienste zu betreiben.  
  • Stellen Sie die erforderlichen Tools für Personen in der Organisation bereit, die für die Bereitstellung und Verwaltung dieser Dienste verantwortlich sind.  

Zahlreiche Prozesse fallen unter ITSM. Einige von ihnen sind wie folgt.  

Incident Management  

Incident Management ist ein Ansatz zur Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen Reaktion auf ein Problem oder einen Incident. Das Ziel des Incident-Management-Ansatzes besteht darin, die zugrunde liegende Ursache von Incidents zu beseitigen und deren Häufigkeit und Auswirkungen auf die Servicenutzer zu reduzieren. Dazu gehört auch die Entscheidung, wie auf Serviceanfragen von Kunden reagiert werden soll, die sich auf Vorfälle beziehen können oder nicht.  

Problem Management  

Es handelt sich um eine Reihe von Prozessen und Verfahren zum Identifizieren, Analysieren und Lösen von Problemen, die bei einem IT-Service auftreten. Der Prozess beginnt, wenn ein Benutzer einem Problemmanager ein Problem mit einem IT-Service oder -System meldet. Der Problemmanager analysiert das gemeldete Problem und arbeitet daran, wie es behoben werden kann. Gibt es keine Lösung, wird sie zur Beratung an andere Problemmanager eskaliert. Wenn das Problem nicht behoben werden kann, versucht das Support-Team schließlich, seine Auswirkungen abzuschwächen, bis es in zukünftigen Updates oder Patches behoben werden kann.  

ITAM und ITSM: Zusammenarbeiten  

ITAM und ITSM sollten nebeneinander existieren, weil sie sich ergänzen. ITAM bietet eine Datenbank aller Hard- und Software sowie der Konfigurationsdetails, die die Grundlage für den Aufbau eines Kontexts bei der Fehlerbehebung eines Problems/Vorfalls bilden. ITAM vervollständigt den Incident Lifecycle-Prozess, der zu einer schnelleren Identifizierung der Ursache und damit zu einer besseren MTTR führt. Aus diesem Grund bieten die meisten modernen ITSM-Tools wie Motadata ServiceOps eine tiefe Integration zwischen ITAM und dem Service Desk.